Tag des offenen Forts

Am Tag des offenen Forts waren die Funkamateure des Ortsverbandes Stade zu Gast in der Fesung Grauerort und stellten Verbindungen zu anderen Forts her, die sich ebenfalls an diesem Tag beteiligten. Näheres im folgenden Bericht der Funker!

CQ aus der Festung Grauerort …

CQ – das heißt im Funkbetrieb „Allgemeiner Anruf“ und richtet sich an alle. Und das aus den alten Mauern der Festung?

Grauerort, das alte Artilleriefort an der Elbe (gebaut 1869 bis 1879 – aber niemals wirklich benutzt) in der Nähe von Stade, war am 7. Juni 2015 anlässlich des „12. Tages der Forts“ in der Luft. Angeregt durch einen Artikel im FUNKTELEGRAMM (einem Hobbymagazin) beschlossen die Funkamateure des Ortsverbandes Stade – DOK E Ø4 mit ihrer Clubstation DL Ø OT sowie der entsprechenden Technik in die alten Mauern einzuziehen, um von dort aus aktiv zu werden. Platz war ausreichend vorhanden und die Zustimmung des Vorstandes des Fördervereins, der die Festung Grauerort unterhält, schnell erteilt. Wir mussten nur noch die geeignete Ecke für den Aufbau der Geräte und Antennen für KW sowie UHF/VHF finden.  Eine „Höhle“, der vordere Teil des Fahrstuhlschachtes auf der oberen Ebene der Festungsanlage  – eigentlich  sollten hier früher die tonnenschweren Geschütze per Aufzug nach oben gebracht werden, wurde für optimal befunden und als ‚Shack‘ (die Funkbude) eingerichtet. Zwei vorhandene Fahnenmasten dienten als Befestigungspunkte für die FD4 sowie das DARC-Banner, das Besuchern weithin den Weg wies, um durch die verworrenen Gänge, Wege und Wendeltreppen an den Ort des Geschehens zu gelangen.

„CQ CQ … hier ruft Delta Lima Ø Oskar Tango portabel von der Festung Grauerort  …“ schallte es dann sehr schnell in die Runde, nachdem die ersten Tests erfolgreich verlaufen waren – es konnte losgehen.

Bei sonnigem Wetter startete der Funkbetrieb am späten Sonntagvormittag auf Kurzwelle, über die OV-eigene Relaisfunkstelle Stade, DBØXJ sowie die umliegenden Relais in Schleswig Holstein. Manuel, DO3MFS, konnte die meisten davon mit seinem Handfunkgerät erreichen und die Gesprächspartner über die Aktion informieren.  Angelockt durch unsere Presseankündigungen sowie weitere Aktionen im Umfeld der Festung kamen an diesem Tag weitaus mehr Besucher nach Grauerort als an normalen Sonntagen. Der selbstgebackene Kuchen der Kehdinger Landfrauen war schnell aufgegessen und nachschubmusste her.

 Hubertus, DJ1HN (später abgelöst durch Wolfgang, DL4HBB) verteilte auf 40 m fleißig die Punkte für das „Worked Castles Award“ (WCA), indem er die WCA #DL-04302 der Festung Grauerort  in seine QSOs einbrachte. Nach Einträgen im DX-Cluster nahm der Ansturm an Anrufen auffällig zu – bis hin zu kleineren Pile-ups. Aber das hatten wir auch nicht anders erwartet. Es waren erstaunlich viele Gegenstationen dabei, die ebenfalls den „Tag der Forts“ zu eigenen Aktionen nutzten. Am Ende des Tages standen knapp 120 QSOs im Log, überwiegend auf 40 m. Aber auch auf den anderen Bändern vereinzelt Verbindungen zustande gekommen.

Fazit: Alles in allem eine für alle Seiten erfolgreiche Aktion, die uns Funkamateuren wieder einmal die Möglichkeit zu einem öffentlichen Auftreten bot. Wir konnten etliche Gespräche mit Interessierten führen und ihnen das Hobby „Amateurfunk“ vorstellen, das schließlich Teil der Geschichte von Handy, Internet & Co. ist. Wir werden die Aktion auf jeden Fall wiederholen.

DL4HBB

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Kommentare: 1
  • #1

    hopleaf (Donnerstag, 02 Juli 2015 23:33)

    eine gelungene Veranstaltung, die bald wiederholt werden sollte.